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Kontakt

Herr
Heino Harbs

Fachdienstleitung

Tel.: 040 890 811-15
service[at]drk-altona-mitte[dot]de

Langbehnstraße 4
22761 Hamburg

Gruppentreffen:
jeden Dienstag um 18:00 Uhr

Anforderungen/Ausbildung

Nur durch gute Teamarbeit können wir so gut sein!

Welche Anforderungen werden an den Menschen und an den Hund gestellt?

An den Hundeführer werden hohe Anforderungen gestellt.

Als aktives ehrenamtliches Mitglied des DRK muß er mindestens 18 Jahre alt sein. Die körperliche Fitness ist sehr wichtig, damit der Hundeführer Aufenthalte ‘in frischer Luft’ bei Wind und Wetter mit möglicherweise längeren Fußmärschen über Stock und Stein erträgt. Auch geistig muß er in der Lage sein, die Anforderungen der theoretischen Ausbildung zu erfüllen. Die Fähigkeit, den eigenen Hund auszubilden, zu führen und seine Körpersprache zu "lesen" ist bei der Rettungshundeausbildung eine der wichtigsten Voraussetzungen. Zusätzlich muß der Hundeführer bereit und in der Lage sein, kurzfristig alles stehen und liegen zu lassen und innerhalb einer halben Stunde mit seinem Hund einsatzbereit zum Wohle anderer zu sein.
Diese Bereitschaft gilt rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche, in jeder Woche des Jahres!

Aber auch der Hund muss spezielle Voraussetzungen mitbringen.

Die Rasse des Hundes ist in der Regel unwichtig. Der Hund sollte nicht zu klein sein (mind. ca. 40 cm), aber auch nicht zu groß und zu schwer. Er muss konditionsmäßig immer fit gehalten werden, damit er Einsätze von mehreren Stunden überstehen kann. Sehr wichtig ist, das er keinerlei Scheu vor fremden Menschen hat. Er braucht ein gutes Sozialverhalten und auch eine perfekte Umweltprägung. Ein Rettungshund, auch ein angehender, darf nicht wildern und in keiner Situation Agressionsverhalten zeigen. Die Bindung zu seinem Hundeführer muss sehr eng und von gegenseitigem Vertrauen geprägt sein. Natürlich spielt auch der Gehorsam eine wichtige Rolle.
Die Einsatzfähigkeit des Teams ‘Rettungshund und Hundeführer’ muß nach erfolgter Ausbildung durch  wiederkehrende Prüfungen ( alle 18 Monate ) in den Sparten ‘Flächensuche’ , ‘Trümmersuche’ oder 'Mantrailing' nachgewiesen werden. Durch fortwährende Aus- und Weiterbildung in Schulungen, Seminaren und Einsatzübungen wird die Einsatzbereitschaft eines Teams ständig auf hohem Niveau gehalten.
Von der Nase unseres vierbeinigen Freundes und Kollegen und von den Fähigkeiten seines zweibeinigen Teamgefährten kann Menschenleben abhängen!

Ausbildung des Hundes.

Die Ausbildung eines Hundes zum Rettungshund dauert ca. 3 Jahre. Begonnen werden sollte mit einem möglichst jungen Hund, da auf grund der langen Ausbildungsphase viel Zeit vergeht.
Der Hund lernt seinen hochentwickelten Geruchssinn so einzusetzen, daß er in der Lage ist, auf große Entfernung den menschlichen Geruch aufzunehmen. Mit seinen ca. 220 Millionen Riechzellen ist der Hund uns Menschen weit überlegen. (Der Mensch hat ca. 2 Millionen Riechzellen).
Die gefundene menschliche Person wird durch lautes und anhaltendes Bellen ‘angezeigt’. Zu Beginn lernt der Hund vertraute Personen und den eigenen Besitzer zu verbellen, später kommt eine Kombination Suchen-Bellen hinzu, bis der Hund später über lange Strecken ausdauernd und motiviert nach der vermißten fremden Person sucht.
Der Hund lernt, daß während der Arbeit andere Hunde und andere Tiere ‘Tabu’ sind und ihn nicht von der Suche ablenken dürfen.
Für die Trümmersuche lernt er, sich auf schwankenden und nicht ganz ungefährlichen Trümmern sicher zu bewegen und sich bei seiner Arbeit weder von Rauch noch von Lärm oder anderen Helfern ablenken zu lassen.

Der Rettungshunde-Eignungstest.

Der Rettungshunde-Eignungstest wird vor Beginn der Ausbildung zum Rettungshund durchgeführt. Der Test kann sowohl mit Junghunden als auch mit erwachsenen Hunden durchgeführt werden und soll Aufschluss darüber geben, ob der Hund für die Ausbildung zum Rettungshund geeignet ist.
Von dem Hund wird ein selbstsicheres und selbstständiges Handeln erwartet. Desweiteren ist ein zuverlässig entwickeltes Sozialverhalten innerartlich als auch gegenüber dem Menschen erforderlich.
Hunde, die sehr unsicher, ängstlich oder gar agressiv reagieren sind mit einer Ausbildung zum Rettungshund schlichtweg überfordert und werden die erwarteten Leistungen nicht erbringen können.